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Holzschuhe
   
 

Seit dem Mittelalter bis in die Neuzeit trugen die einfachen Leute am Niederrhein Holzpantinen wenn sie das Haus verließen. Noch heute sind solche Pantinen in der Bretagne, in Asturien und in Galicien in Gebrauch. Als man die Holzsohle eines Tages mit Kappe und Hacke versah war der Holzschuh geboren, der Klomp oder Klotsch wie er auf platt heißt.

Klompenmaker waren meistens kleine Kötter, die von Hof zu Hof zogen, um dort den Bedarf an Holzschuhen zu decken. Ihr Material war weiches Pappel- oder Weidenholz. Ihre Werkzeuge: Spalteisen, Beil, Haubock mit Block- oder Klotzmesser, Bohrer, „Löffel“ (Hohlmesser), Abstecher, Fesel (Esel) und verschiedene Messer zum Glätten und Verzieren der Holzschuhe.

Es ist noch nicht lange her, dass Holzschuhe zum Alltagsleben niederrheinischer Männer, Frauen und Kinder gehörten. Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts waren Holzschuhe die werktägliche Fußbekleidung fast aller Kinder und vieler Erwachsener. Noch in den 1950ger Jahren waren die Klotschen die Arbeitsschuhe der Landwirte.

 
     
  Werkstatt  
 

Holzklotz (2) mit Klotzmesser (1)

 
   
 

Herstellung: Die frisch geschlagenen Stämme wurden in fußlange Stücke zersägt. Hieraus schlug der Holzschuhmacher mit dem Beil vierkantige Stücke, in denen jeweils ein Klomp „schlummerte“. Das Klotzmesser, ein langes, hebelartiges, am Holzklotz befestigtes Messer, gab dem Holzschuh seine Rohform.

Bohrer verschiedener Größe wurden nun benutzt, um das Holzstück auszuhöhlen. Mit Messern verschiedener Art und Größe: Spitzen-, Sohl-, Hack- und Kappenmesser gab der Klompenmaker dem Holzschuh seine endgültige, gefällige Form. Den letzten Schliff gaben die sogenannte „Ziehklinge“ und eine scharfe Glasscherbe.

 
     
  Endfertigung  
 

Fertigstellung

 
   
 

Mit der Elektrizität kamen auch für Holzschuhmacher Erleichterungen. Es konnten nun Kopier-, Bohr- und Klotzmaschinen benutzt werden. Sie übernahmen die „Knochenarbeit“. Stellte ein Handarbeiter früher pro Tag drei Paar Holzschuhe her, so schaffte er mit den Maschinen zunächst ein Paar je Stunde, zuletzt (1969) sogar bis zu 15 Paar je Stunde.

 
   
 

(Info aus: Fritz Meyers: So war es am Niederrhein… Bilder: Rainer Ise im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V.)

 
     
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07.2013 - letzte inhaltliche Bearbeitung: 26.07.2013