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Bahnhof

 

Seit 150 Jahren kommen Pilger per Zug

VON ANJA SETTNIK - zuletzt aktualisiert: 12.03.2013 - 11:02

Kevelaer (RP). Fast unbemerkt feiert der Bahnhof in Kevelaer in diesem Monat Geburtstag: Im März 1863 wurde die Bahnstrecke Krefeld-Kleve eröffnet. Das Ereignis hat die Entwicklung der Marienstadt entscheidend geprägt.

 
   
 

alter Bahnhof Kevelaer

 
 

"Ohne die Bahn hätte sich die Wallfahrt niemals so entwickeln können, wie sie es tat", sagt Dorothé Flemming-Lühr, Kevelaers Archivarin. Und auch die Stadt selbst würde heute anders ausehen, wenn nicht zu Beginn der 1860-er Jahre Schienen verlegt worden wären. Vor genau 150 Jahren, im März 1863, wurde die Bahnstrecke Krefeld-Kleve eröffnet und schloss damit auch Kevelaer an die Welt an. Während das Jubiläum in Goch mit einer großen Ausstellung in der ehemaligen Liebfrauenkirche und einer 200-seitigen Abhandlung gewürdigt wird, scheint es in Kevelaer unbemerkt geblieben zu sein.

Dabei ist der "Metallweg" für die Stadtentwicklung ganz wesentlich. Während es in Goch die Industrie war, die durch die Schiene ganz erheblich Fahrt aufnahm, konnte sich in der Marienstadt erst durch die Bahn das Pilgerwesen so richtig entwickeln. Viele Jahrzehnte kam der Großteil der Marienverehrer mit Sonderzügen aus vielen Teilen Deutschlands. Flemming-Lühr: "Auch das Siedlungswesen wurde erheblich beeinflusst. Die Bahnstraße zum Beispiel oder die Basilika–straße wurden erst nach 1860 dicht bebaut. Vorher standen dort nur vereinzelte Häuser."

Bis der "Halt Kevelaer" mit einem eigenen Bahnhofsgebäude mehr hermachte, verging noch eine Weile. Der Schwerpunkt wurde zunächst auf die Schienen und die Bahnsteige gelegt. Die mussten vor allem lang sein, um Tausende von Pilgern aussteigen zu lassen, die während der Saison in die Marienstadt strömten. Mehrere Regionalbahnen fahren Kevelaer an, diverse Gleise laufen parallel. 1892 stellt der Bischof von Münster fest, dass Kevelaer nach Lourdes Europas meistbesuchter Marienwallfahrtsort ist.

Nach Lourdes fahren die Züge übrigens auch – und noch bis heute. Die Krankenbruderschaft Rhein-Maas mit Sitz in Goch nutzt dazu einen Sonderzug, der ab Emmerich via Münster Richtung Frankreich fährt. Kevelaers Bahnhof sieht auch ohne Lourdes genügend Pilger: 400 000 von ihnen sollen Ende des 19. Jahrhunderts jährlich mit der Bahn angereist sein.

In einigen Jahren waren es mehr als 500 Sonderzüge, die Kevelaer pro Jahr erreichten. Das Bahnhofsgebäude wird ausgebaut, der Bahnsteig überdacht, eine Pilgerhalle nimmt ab 1914 die Menschen auf. Während der Jahre des Nationalsozialismus stellt die Reichsbahn keine Sonderzüge mehr bereit – Reisen im Zeichen des Kreuzes sind unerwünscht. Während der Kapellenplatz von Bomben weitgehend verschont bleibt, ist der Bahnhof mehrfach Ziel von Luftangriffen; seine Gebäude werden zerstört. 1953 ist der neue Bahnhof, der im wesentlichen noch der heutige ist, fertig.

Quelle: RP/rl

 
   
 

In langen Reihen kamen die Wallfahrer

 

zuletzt aktualisiert: 12.03.2013