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  Der Autor besuchte Ysselsteyn am 09.03.2016.  
     
 
 
 
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pfui


 
 
  Ysselsteyn
Der Friedhof entstand unweit eines ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlagers. Die niederländische Seite wollte zunächst alle deutschen Kriegstoten exhumieren und über die Grenze nach Deutschland bringen, wo sie dann auf einem Sammelfriedhof im grenznahen Bereich des Niederrheins bestattet werden sollten. Die Amerikaner äußerten demgegenüber den Wunsch, die deutschen Gefallenen in den Niederlanden zu belassen, zumal sich das unwirtliche Gelände De Peel für das Anlegen eines Sammelfriedhofes gut eignete. Man entsprach dem Wunsch. Der niederländische Gräberdienst legte den Friedhof an. Das niederländischen Verteidigungsministerium sorgte dafür, dass alle deutschen Gefallenen von den Zivilfriedhöfen und aus Feldgräbern überall im Land exhumiert und auf den Friedhof in Ysselsteyn beigesetzt wurden.

In Ysselsteyn ruhen alle im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden gefallenen oder verstorbenen Deutschen, soweit sie nicht in die Heimat überführt wurden. Am 15. Oktober 1946 hat der niederländische Gräberdienst mit den Umbettungen begonnen. Unteroffizier Johann Siegel war der erste Gefallene, der auf dem Gräberfeld eingebettet wurde. Von Maastricht bis zur Insel Ameland lagen die gefallenen deutschen Soldaten über das gesamte Land verstreut. In Ysselsteyn ruhen auch etwa 3.000 deutsche Soldaten, die noch in den letzten Kriegsmonaten im Hürtgenwald oder bei der Ardennen-Offensive fielen und vom amerikanischen Gräberdienst zunächst neben dem amerikanischen Soldatenfriedhof Margraten (8.301 Gefallene) beerdigt worden waren. Zudem fanden 1.700 im Gebiet um Amheim gefallene Deutsche in Ysselsteyn ihre letzte Ruhe. Hier ruhen auch die Prinzen von Seyn-Wittgenstein und Lippe-Weißenfeldt.

Auf dem Soldatenfriedhof haben neben Deutschen auch Niederländer, Polen und Russen, die als Freiwillige in Verbänden der Wehrmacht gekämpft hatten, eine letzte Ruhestätte gefunden. 475 deutsche und georgische Gefallene wurden im Frühjahr 1949 von der Insel Texel (Aufstand der Georgier, 5./ 6. April 1945) nach Ysselsteyn überführt. Sie gehörten zum deutsch-georgischen Infanteriebataillon 822., das im Zuge des Ausbaus des Atlantikwalls auf Texel stationiert worden war. Verstorbene Männer, Frauen und Kinder aus dem Internierungslager in Vugcht, südlich von 's Hertogenbosch, bekamen inmitten der gefallenen Soldaten ebenso ihr Grab. Einst waren in Ysselsteyn auch italienische Kriegstote bestattet. Sie wurden später ausgebettet und in die Heimat überführt.

In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Dienststelle in Berlin und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge konnte der niederländische Gräberdienst nach Öffnung der Gräber mit Unbekannten noch 7.330 Tote identifizieren.
 
     
 
Untrennbar mit der Geschichte des Friedhofes in Ysselsteyn verbunden ist der niederländische Hauptmann Ludwig Johann Timmermans, der im Auftrage seiner Regierung von 1948 bis 1976 dort als Verwalter tätig war und als Vater des Soldatenfriedhofes Ysselsteyn gilt. Timmermans, der nach seiner Pensionierung noch viele Jahre lang immer wieder auch Jugendliche zusammenführte und ihnen die Geschichte des Friedhofes näherbrachte, starb 1995. Seinem letzten Wunsch entsprechend, wurde Timmermans kremiert und die Asche über den Friedhof in Ysselsteyn verblasen. Ein Gedenkstein unweit des Hochkreuzes erinnert an den niederländischen Freund.

Volksbund übernimmt Zuständigkeit für den Friedhof
Am 1. November 1976 übergab die niederländische Regierung die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn in die Obhut der Bundesrepublik Deutschland und damit des Volksbundes, der die Anlage seitdem verwaltet und pflegt. Anlässlich der Übernahme des Friedhofes sagte Prof. Dr. Willi Thiele, damaliger Präsident des Volksbundes, am 7. November 1976 u.a.:

Jedes Kriegsgrab ist ein Aufruf, der Gewalt zu entsagen; Kriege lösen keine Probleme, sie schaffen nur Ungerechtigkeiten und Leiden.
 
     
Vom Mai 1977 bis zum Oktober 1981 wurden durch Soldaten der Bundeswehr, vorrangig Einheiten aus Nordrhein-Westfalen (NRW), neue Grabkreuze gesetzt. 1982/83 erfolgte die Neugestaltung des zentralen Gedenkplatzes und der Gemeinschaftsgräber nach Plänen des Volksbund-Architekten Dr. Georg Fischbacher. Das von Angehörigen gespendete Glockenspiel, das ursprünglich im Eingangsbereich aufgestellt war, steht nun unmittelbar am Gedenkplatz. Alle 30 Minuten spielt es ein Lied.

Vom Parkplatz aus erreicht man den Friedhof über einen mit hohen Rhododendren beidseitig bepflanzten Weg. Auf der linken Seite ist ein Besuchergebäude, in dem die Belegungslisten ausliegen, eine kleine Ausstellung mit einer mehrsprachigen Video-dokumentation zur Geschichte des Friedhofes und der Arbeit des Volksbundes aufgebaut ist, wie auch ein Verwalterbüro und sanitäre Anlagen untergebracht sind.

Aktion Ginkgo
!995 wurde in Erinnerung des Kriegsendes vor 50 Jahren in Ysselsteyn ein Ginkgo-Baum im rechten vorderen Teil auf der Wiese vor dem ersten Gräberfeld gepflanzt. Eine Tafel erinnert an die Bedeutung.

1996 pflanzten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums aus Dortmund und einer niederländischen Schule aus Roermond gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Venray - auf dem Gemeindegebiet liegt der Soldatenfriedhof - einen weiteren Ginkgo-Baum links des Hochkreuzes, nahe des Gedenksteins für Hauptmann Timmermans.

Sinngebung
Der Name Ginkgo kommt aus dem Japanischen: gin = Silber, kyo = Aprikose, eigentlich Silberaprikose. Wegen der Form des Blattes wird er auch dort icho = Entenfuß genannt. Es gibt eine Fülle weiterer bezugsreicher Namen für diesen schönen Baum: Fächerblattbaum, Mädchenhaarbaum, japanischer Tempelbaum, Elefantenohrbaum, japanischer Nussbaum u.a.m.

Im geteilten Blatt des Ginkgo-Baumes wähnt man Heilkraft gegen das Vergessen. Der Baum - er gehört zu den Nadelhölzem, die im Winter ihr Blätter verlieren - ist ein Relikt der Urwelt. Älteste Versteinerungen reichen 300 Millionen Jahre zurück. Vor 150 Millionen Jahren war der Baum nicht nur in Asien, sondern auch in Europa heimisch. Hier ist er im Laufe der Jahrtausende ausgestorben. Seit etwa 250 Jahren wird er wieder im europäischen Raum heimisch gemacht. Die Europäer haben von den Asiaten gelernt, aus Ginkgo- Blättern Heilmittel zu bereiten, die die Durchblutung des Gehirns anregen, die Sekretbildung regulieren und Linderung bei Husten, Asthma, Blasenreizung, Bluthochdruck, Ohrensausen, Nervösität u.a. geben. Der Ginkgo-Baum verfügt über besondere Wachstumskraft.

Nach dem Atomschlag auf Hiroshima 1945 trieben in der völlig verbrannten Stadt die Ginkgo-Bäume als erste Gewächse wieder neue Blätter. Der immer wieder erwähnte Atombombenginkgo im Tempelbezirk von Hiroshima stand nur 800 m vom Zentrum der Atombombenexplosion entfernt. Der Baum überlebte. Man sagt, dass der Baum auch den Tempel geschützt habe, der als einziges Gebäude in dem Stadtteil nicht ausgebrannt war. Seither gilt das Ginkgo-Blatt als Zeichen der `Hoffnung auf junges Wachsen im Frieden. Der Ginkgo-Baum kommt in zwei Formen vor und kann sich nur im Miteinander vermehren. So gilt das Ginkgo-Blatt auch als Symbol für Zuwendung und Miteinander.
 
  Quelle: www.volksbund.de/
kriegsgraeberstaette/
ysselstein.html am 11.03.2016
 

Soldatenfriedhof Ysselsteyn
Mahnmal
 

   Deutscher Soldatenfriehof Ysselsteyn / Duitsche militaire begrafplaats

 
   
 

Eingang zum Friedfof

 
 
 

Wenige Kilometer südwestlich von Venray, einer Gemeinde mit 33.000 Einwohnern in der Provinz Limburg, liegt die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn.

31.598 Kriegstote haben hier auf einem flachwelligen 30 ha großen Gelände in der Heide- und Moorlandschaft De Peel, die sich in drei bis zehn Kilometern Breite parallel zur Maas von der Provinz Limburg bis in die Provinz Nordbrabant erstreckt, ihre letzte Ruhestätte. Ysselsteyn im Netz

 


 
 

31.585 gefallene deutsche Soldaten

 

 
 
 

Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges

 
 
 
 

 
 
 
 

Gedenkglocken (mich hat ihr Klang "gepackt")

 
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Gräber, wohin das Auge sieht

 
 
 
 

ganz junge Männer... Otto Herman: 18 Jahre jung.

 
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mit 23 Jahren gestorben

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

... auch unbekannte Soldaten

 
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Johannes Timmermans

 
 
 
 

Gedenken unter einer Birke...

 
 
 
 

 
 
 
 

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März 2016 - letzte inhaltliche Bearbeitung: 11.03.2016