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Dies ist keine offizielle Seite
des Betriebes Schloss Wissen
oder der Familie von Loë

 
Niers
 
 
Schlossgraben
 
Felix Max Clemens Marie
 
Altar der Kapelle
 
Herbstansicht
 
 
 
 
 

 
 
 

Geschichte

 
 

1213

 
  erstmals wird der Ort Wissen erwähnt.  
 

1372

 
  In einer Urkunde wird neben der Kernburg auch eine Vorburg genannt  
 

seit 1461

 
  Stammsitz der Familie von Loë  
     
 

1641

 
  Plünderung im 30jährigen Krieg durch hessische Truppen  
 

um 1740

 
  Ersatz der Zugbrücke durch die heutige Bogenbrücke, die zum Torbau führt  
 

1876 bis 1886

 
  Umbau im Stil der Neugotik und Bau der neugotischen Kapelle; Wiederaufbau des "Dicken Turms" nach alten Zeichnungen  
 

1969 bis 1973

 
  Sanierung der Gebäude  
 

1989

 
  Besitzübernahme durch Raphaël Freiher von Loë von seinem Vater  
 
 
 
 
 
Tafeln online
 


Schloss Wissen bei Weeze
Schloss Wissen
 

Baugeschichte

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Der Ort Wissen wird erstmals im Jahr 1213 unter den Besitzungen der Abtei Kamp genannt (LACOMBLET, UB. II; Nr. 45). Die Burg wurde im Laufe des 14. Jh. von den Herren von der Straeten erbaut, die 1436 (NIJHOFF, GED. IV, Nr 158) und 1452 (KNIPPENBERG, Hist. ecclesiastica p. 296) als ihre Besitzer erscheinen. Der Lehensherr war der Propst zu Xanten, von dem 145o Johann von Broichhuvsen, Herr zu Loe, das Haus zu Lehen empfing (Urk. Xanten, Stiftsarchiv R. I. 1 25 1).

Die von Gräften umgebene Schlossanlage besteht aus einer Vorburg, einer Kernburg sowie einer Mühle und einem großen Park mitsamt einer Orangerie.

In einer Urkunde von 1372 wird neben der Kernburg auch eine Vorburg genannt, was auf die damalige stattliche Größe der Anlage hindeutet und den Schluss zulässt, dass deren Ursprünge bereits wesentlich älter sein könnten. Vermutet wird, dass sich Schloss Wissen aus einer Turmhügelburg entwickelt hat. Darauf deutet das dicke Mauerwerk des heutigen Haupthauses hin, das wahrscheinlich aus einem dreigeschossigen, hausartigen Wohnturm gewachsen ist. Als Zeuge des 14. Jahrhunderts können zwei Fassaden der Vorburg und der Sockel des Dicken Turmes angesehen werden.

Die Schlossanlage erfuhr im Laufe der Jahrhunderte vier grundlegende Um- und Ausbauten, jeder dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend.

Im 15. Jahrhundert erfuhr das Haupthaus eine Erweiterung zu einer Vierflügelanlage, die Franz van den Loe um 1550 nach seiner Hochzeit mit Sophia von Nesselrode im Stil der frühen, niederländischen Renaissance umbauen und deren Äußeres durch zahlreiche Treppengiebel und Erkertürmchen umgestalten ließ.

Wappen derer von Loë

Nachdem hessische Truppen das Schloss im Dreißigjährigen Krieg unter Hauptmann Feldtfenger 1641 geplündert hatten, wurde in der Zeit um 1740 die ehemalige hölzerne Zugbrücke durch eine steinerne Bogenbrücke ersetzt, die zum heutigen Torbau führt.

Um 1770 wurde die Anlage zu einem schlichten, barocken Landschloss nach französischem Vorbild umgebaut. Bauherren waren Franz Karl von Loë und seine Frau Alexandrine, geborene Gräfin von Horrion. Dabei wurden sämtliche architektonischen Elemente des 16. Jahrhunderts entfernt, und das Mauerwerk aus Backstein erhielt einen weißen Verputz. Darüber hinaus wurden die Bauten mit einem Mansarddach versehen, und ein Großteil der heute noch erhaltenen Parkanlagen angelegt. Während dieser Arbeiten wurde auch der Dicke Turm der Vorburg bis auf eine Höhe von etwa zwölf Metern abgetragen.

Unter Graf Max von Loë und seiner Frau Therese, geborene Gräfin von Arco-Zinneberg, erfolgte eine Rückführung der Architektur zum Vorbild des Mittelalters. In den Jahren 1876 bis 1886 wurde unter Leitung des Kölner Baumeisters Vincenz von Statz ein Umbau des Schlosses im Stil der Neugotik vorgenommen: Der weiße Putz wurde entfernt und die Gebäude mit einem neuen Satteldach versehen. Auch baute man den Dicken Turm nach alten Zeichnungen wieder auf. Während der Umgestaltung der Schlossanlage wurde auch eine neugotische Kapelle errichtet. Mit der malerischen Ausgestaltung wurde Eduard von Steinle, der mit Statz befreundet war, beauftragt. Steinle gilt als der letzte Vertreter der Nazarener Schule. Im Gegensatz zur vorherigen Hauskapelle, die fortan als Sakristei diente, stand diese neue Kapelle auch der Bevölkerung aus der "Umgegend" zur Verfügung.

Jan de Beijer, 1643

Im 19. Jahrhundert erfuhr der Schlosspark eine Erweiterung zu seiner heutigen Größe. Seine jetzige Form verdankt das Schloss Wissen einer Sanierung in den Jahren 1969 bis 1973. Zwar waren die Gebäude während des Zweiten Weltkriegs nicht durch direkten Bombentreffer zerstört worden, doch hatten Bomben- und Granatsplitter die Dächer der Anlage arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge waren starke Wasserschäden in den oberen Etagen. Hinzu kamen Wasser- und Mauerschäden in den unteren Stockwerken und eine allgemeine Überalterung der Bausubstanz. Darüber hinaus war die Balkenauflage der Decken größtenteils verfault. Das Fehlen jeglicher moderner Installationen war ein weiterer Grund, weswegen die Schlossgebäude seit 1957 nicht mehr bewohnt waren. Eine Sanierung war mithin unumgänglich. In ihrem Zuge wurden die Kriegsschäden beseitigt, Wasser- und Elektroinstallationen vorgenommen und damit begonnen, die drei historischen Säle des Schlosses zu restaurieren. Während des Umbaus mussten der Ostflügel bis auf die Reste der Wehrmauer, der nördliche Querflügel, das so genannte Nierskabinett - ein Erker an der Südostseite - und die Gartenterrasse entfernt werden. Außerdem wurden die neugotischen Architekturzutaten rückgebaut und das Haupthaus um ein niedriges Geschoss aufgestockt.

 
 

Quelle: Wikipedia am 09.12.2010

 
 
Historische Luftaufnahme

Quelle:Im Flug über den Niederrhein, Foto: Albert Kardas 1964, Mercator-Verlag

 

 

Mühle, Boye

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Schon die ersten Urkunden des Wissener Archivs aus dem frühen 15. Jh. weisen die Existenz einer zu Wissen gehörenden Mühle aus; und auch die „Boye“ (sprich Buje), lässt sich bereits über mehrere Jahrhunderte nachweisen.

Boye

Die „Boye“ beinhaltet noch heute für eine solche Siedlung typischen Elemente des Wirtschaftens (Mühle, Transformatorenhaus, bis Mitte des letzten Jahrhunderts auch Ölmühle, Schmiede und ein Bauernhof) und des Wohnens und ist eine von nur zwei in Nordrhein-Westfalen in dieser Authentizität noch erhaltenen „Gesindesiedlungen“.

 
 

Quelle: www.hotel-schloss-wissen.de/ am 12.12.2010

 

 

Familien von Loë

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Die Familie von Loë stammt ursprünglich aus dem westfälischen Marl bei Recklinghausen, bis ins 12. Jh. noch unter dem Namen Krampe von Sieckenbeeke.

Sie besaß dort die Loeburg (Loe = altdeutsch: Busch, Wäldchen), nach der sie sich später, etwa ab dem 13. Jh. auch benannte.

Sehr bald, nachdem Johann van den Loe Schloss Wissen für seinen Sohn Wessel im Jahr 1461 erworben hatte, starb die Familie van den Loe in Marl aus. Auch die Burg wurde in späteren Jahren zerstört, doch zeugt noch heute die "Loemühle" von der Herkunft der Familie.

Seit 1461 bildet Schloss Wissen den Stammsitz der Familie und ist somit auch Ausgangspunkt für deren z. T. erhebliche Bedeutung am (unteren) Niederrhein.

So z. B. auch der o.g. Wessel, unter dessen Regiment Wissen durch den Herzog von Kleve den Rang einer eigenen Herrschaft mit selbständiger Gerichtsbarkeit erhielt.

Einige Generationen später finden wir erneut einen Wessel, der 1591 erstmals als Herr zu Wissen genannt wird. Er war, wie viele seiner Vor- und Nachfahren, Klevischer Rat. Als Liebhaber und Sammler römischer Altertümer hat er den berühmten Caelius-Stein (welcher Quintaner kennt ihn nicht aus seinem Geschichts- oder Lateinbuch?), der in Xanten gefunden wurde und zu den wichtigsten Quellen über die Varus-Schlacht im Teutoburger Wald gehört, besessen. Einer seiner Nachfahren, vermutlich sein Sohn Degenhardt Bertram (erster Freiherr von Loe, seit 1629) hat diesen Stein dem Großen Kurfürsten zum Geschenk gemacht, der ihn 1648 in der Klevischen Burg aufstellen ließ. Heute steht er im Rheinischen Landesmuseum zu Bonn.

Zur französischen Zeit stieg die Familie unter Edmund Freiherr von Loë in den Grafenstand auf, wobei dieser Titel immer nur dem "Familienchef", also dem ältesten männlichen Familienmitglied aus der Wissener Linie zustand.

Nach Edmunds Tod wurde Wissen entsprechend dem französischen Erbrecht (Realteilung) erheblich aufgeteilt. Es bildeten sich die Linien

- Allner
- Mheer (Provinz Limburg).

Aus dieser Zeit entspringen auch die anderen Linien der Familie, welche noch heute im Südkreis Kleve (Straelen, Wachtendonk) bei Goch (Hassum) oder in den Niederlanden (Provinz Limburg, Kasteel Mheer) und bei Schwarzrheindorf (Lede) leben. Darüber hinaus existiert noch ein großer Stamm der Familie van de(r) Loo. Sein Stammvater ist Bruen, ein Halbbruder des Wessel von den Loe, 1461 erster Besitzer der Familie von Loe auf Schloss Wissen.

Namhafte Mitglieder der Familie von Loë waren im 19. Jahrhundert insbesondere Felix Freiherr von Loë, Bauernpräsident und Landrat von Kleve, (verbrachte seine Jugend auf Schloss Wissen) sowie Walter Freiherr von Loë, welcher als katholischer(!) Offizier im protestantischen Preußen unter Wilhelm I. zum Generalfeldmarschall aufstieg und zur Beilegung des Konfliktes "Staat und Kirche" im Jahre 1889 dem damaligen Papst Leo das Versöhnungsgeschenk des Kaisers überreichte.

Heutiger Eigentümer und inzwischen mit seiner (8-köpfigen) Familie auch Bewohner von Schloss Wissen ist Raphaël Freiherr von Loë (verheiratet mit Nicola Freifrau von Loë, geb. von Kessel).

Er übernahm das Schloss und den Besitz von seinem Vater im Jahr 1989 und seit 1990 auch die Verantwortung für die wirtschaftlichen Aktivitäten in den Betrieben des Unternehmens SCHLOSS WISSEN.

 
 

Quelle: www.schloss-wissen.de am 09.12.2010

 
   
  Die große Dame auf Schloss Wissen, Isabelle Gräfin von Loë  


 
Vorburg

Eingang

 
 
Mühle

Die alte Mühle der "Boye"

 
 
Nierswiesen

Nierswiesen

 

 

Winter-Impressionen

 
 
Innenhof

Innenhof mit Schafen

 
 

vereister Schlossgraben

 
 
Torbau

Torbau mit Bogenbrücke

 
 

18. Dez. 2010

 
 
Mühle

19. Dez. 2010

 
 

Zu Ehren der Familie von Loë aus Anlass des Jubiläums „550 Jahre Familie von Loë auf Schloss Wissen“ hat die Gemeinde Weeze mit einem Festakt auf die lange Tradition des Hauses Wissen und die Bedeutung derer von Loë aufmerksam gemacht. Im Beisein von geladenen Gästen aus der Politik und Wirtschaft gratulierte Bürgermeister Ulrich Francken zu diesem herausragenden Jubiläum und dankte der Familie für ihr politisches und soziales Engagement. Mit Musikbeiträgen von der Musikschule des Kreises Kleve, einer Festansprache von Dr. Dieter Kastner und einer plattdeutschen Einlage von Hilde Borgs, die von einem „Nachkriegskind aus der Boye“ erzählte, erlebten die rund 180 Gäste eine interessante Zeit- und Entdeckungsreise durch die 550-jährige Geschichte des Schlosses und der Familie von Loë. Am 19. Mai 1461 erwarb Johann von Loe das Haus Wissen. Seit dieser Zeit haben Mitglieder der Familie Schloss und Besitzungen bewirtschaftet und so eine lange Tradition begründet. Von 1798 bis 1928 war man selbstständige Gemeinde, ehe mit den Gemeinden Kalbeck und Weeze die heutige Kommune Weeze begründet wurde. Anlässlich des Jubiläums wird die Gemeinde Weeze voraussichtlich Ende 2012 in der Schriftenreihe WEEZER ARCHIV den Band „550 Jahre Familie von Loë auf Schloss Wissen“ veröffentlichen.

 
 

Quelle: Maas Rhein Zeitung vom 07.06.2011

 
 

Dez.10 - letzte inhaltliche Änderung: 15.08.2011